Gesunde Vape: Gibt es gesunde Vapes oder E-Zigaretten?
Redaktion vapevote.de
Aktualisiert am 31.10.2026 · 3 Min. Lesezeit
Nein, eine gesunde Vape gibt es nicht. Nach Einschätzung von BfR, DKFZ und BIÖG sind E-Zigaretten nicht risikofrei, auch nikotinfreie nicht. Für Raucher, die vollständig umsteigen, sind sie wahrscheinlich weniger schädlich als Tabakzigaretten. Das BfR empfiehlt trotzdem grundsätzlich, auf E-Zigaretten zu verzichten. Bei Beschwerden lässt du dich am besten ärztlich abklären.
Gibt es gesunde Vapes?
Nein, nach Einschätzung des BfR gibt es keine gesunde Vape. Das BfR empfiehlt zum Schutz der eigenen Gesundheit grundsätzlich, auf den Konsum von E-Zigaretten zu verzichten. Analysen von BfR, DKFZ und Krankenkassen beschreiben E-Zigaretten nicht als Lifestyle-Produkt ohne Risiko, sondern als potenziell gesundheitsschädliche Nikotinabgabesysteme.
Das gilt für alle Bauformen, ob Einweg-Vapes, Pod-Systeme oder andere Geräte der E-Zigaretten-Übersicht. Die Bezeichnung „gesunde E-Zigarette“ beschreibt also kein reales Produkt. Eine Einordnung im Vergleich zur Zigarette findest du weiter unten.
Gibt es Vapes, die nicht schädlich sind?
Nein, für keine Vape ist belegt, dass sie nicht schädlich ist. Das BfR nennt als Risiken das enthaltene Nikotin, mögliche gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe, deren Einsatz in Liquids verboten ist, und das Risiko schwerster Vergiftungen.
Im Dampf können Carbonylverbindungen entstehen, etwa Formaldehyd (krebserzeugend), Acetaldehyd (möglicherweise krebserzeugend) und Acrolein (reizend, giftig). Sie bilden sich unter anderem durch Überhitzen von Propylenglykol und Glycerin. Im Aerosol können außerdem Metalle wie Nickel und Chrom (krebserzeugend) und Blei (giftig) vorkommen.
- Risiken für Lunge und Herz-Kreislauf-System sind möglich.
- Nikotin macht abhängig.
- Das BfR rät von Liquids mit synthetischen Kühlstoffen ab, weil kaum Informationen zu möglichen Risiken vorliegen.
Ist eine gesunde Zigarette ohne Nikotin möglich?
Nikotinfrei bedeutet nicht gesund. Das BfR stellt fest, dass nikotinfreie E-Zigaretten unabhängig vom Nikotingehalt gesundheitliche Risiken bergen, besonders für Minderjährige, aber auch für Erwachsene. Eine gesundheitliche Sicherheit nikotinfreier Produkte kann nach Einschätzung des BfR grundsätzlich nicht zugesichert werden.
Nikotinfreie Liquids enthalten weiterhin Propylenglykol, Glycerin und Aromastoffe. Diese sind für den Verzehr zugelassen, aber nicht für das Einatmen gedacht. Das BIÖG hält fest, dass das Einatmen von chemischem Dampf ein Gesundheitsrisiko bleibt und ausreichende Langzeitstudien fehlen. Mehr dazu: Ist Vape ohne Nikotin schädlich?
| Merkmal | Mit Nikotin | Nikotinfrei |
|---|---|---|
| Nikotinrisiko und Abhängigkeit | Ja | Nein |
| Risiko durch Aerosol, Aromen, Trägerstoffe | Ja | Ja |
| Hinweise auf Reizung von Lunge und Bronchien | Möglich | Möglich (laut BIÖG) |
| Als risikofrei belegt | Nein | Nein |
Ist eine E-Zigarette eine bessere Wahl als die Zigarette?
Sie ist wahrscheinlich weniger schädlich, aber nicht risikofrei. Der Krebsinformationsdienst schreibt, der Dampf enthalte Stoffe, die als krebserregend gelten, aber weniger als Tabakrauch. Fachleute können das Krebsrisiko derzeit nicht verlässlich beziffern.
Wer komplett von Zigaretten umsteigt, setzt den Körper wahrscheinlich weniger Schadstoffen aus. Ob das das Krebsrisiko senkt, zeigt sich erst in Zukunft. Das DKFZ bewertet den Dual Use, also die gleichzeitige Nutzung von Zigaretten und E-Zigaretten, als besonders problematisch, weil er mögliche Vorteile begrenzt. Zum Vergleich: Vape vs. Zigarette.
Hilft der Rauchstopp als Alternative zu Vapes?
Wer aufhören möchte, findet Unterstützung bei der BIÖG-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung, die auch beim Aufhören mit Vapes hilft. Die E-Zigarette wird bisher nicht als empfohlene Therapie zur Rauchentwöhnung geführt, einzelne Studien zeigen aber eine erhöhte Effektivität beim Rauchausstieg.
Nikotinfreie Produkte sind kein sicherer Ausweg: Sie können das Verlangen nach nikotinhaltigen Zigaretten fördern. Regelmäßiges Dampfen kann laut BIÖG zur festen Gewohnheit werden und den späteren Einstieg ins Rauchen wahrscheinlicher machen. Infos zum Umstieg: Rauchen aufhören mit Vape.
Was bedeutet Passivdampf für andere?
Das BfR kann gesundheitliche Risiken für Dritte nicht ausschließen. Es empfiehlt, E-Zigaretten in Nichtraucherbereichen wie Zigaretten zu behandeln.
Laut DKFZ nahmen Nichtrauchende nach zwei Stunden Aerosol-Exposition Nikotin auf, erkennbar am Anstieg von Cotinin. Berichtet wurden Kopfschmerzen, Müdigkeit, trockene und brennende Augen, Halsschmerzen und Husten.
Worauf solltest du bei Einweg-Vapes achten?
Bei Einweg-Vapes fehlen im Handel oft Qualitätskontrollen, und die Wirkung vieler Aromastoffe beim Erhitzen ist kaum erforscht. Das BfR sagt, Aromastoffe sollten nur verwendet werden, wenn ihre Sicherheit durch inhalationstoxikologische Daten belegt ist.
Vapes sind für unter 18-Jährige verboten, auch nikotinfreie. Zu nicht TPD-konformen Geräten findest du Aufklärung im Ratgeber zu 12k-Vapes. Bei Husten, Atembeschwerden oder anderen Symptomen lässt du dich ärztlich abklären.
Häufige Fragen
Kann es eine gesunde E-Zigarette geben?
Nein. Das BfR empfiehlt grundsätzlich, auf E-Zigaretten zu verzichten. Sie gelten als nicht risikofrei, auch wenn sie für Raucher, die vollständig umsteigen, wahrscheinlich weniger schädlich sind als Tabakzigaretten.
Ist eine nikotinfreie Vape gesund?
Nein. Auch ohne Nikotin bleiben Risiken durch Aerosol, Aromen und Trägerstoffe. Nach Angaben des BIÖG können nikotinfreie E-Zigaretten das Lungengewebe schädigen, und es gibt Hinweise auf Entzündungen in den Bronchien.
Ist Dampfen weniger schädlich als Rauchen?
Für Raucher, die komplett umsteigen, wahrscheinlich ja, weil weniger Schadstoffe aufgenommen werden. Das Krebsrisiko lässt sich laut Krebsinformationsdienst derzeit nicht verlässlich beziffern. Risikofrei ist Dampfen nicht.
Warum ist Dual Use problematisch?
Beim Dual Use nutzt du Zigaretten und E-Zigaretten gleichzeitig. Das DKFZ sieht das als besonders problematisch, weil mögliche Vorteile des Umstiegs dadurch begrenzt werden. Auch das BfR nennt Dual Use als verbreitetes Muster.
Kann Dampf anderen schaden?
Das BfR kann Risiken für Dritte nicht ausschließen. Laut DKFZ nahmen Nichtrauchende nach zwei Stunden Aerosol-Exposition Nikotin auf. Berichtet wurden unter anderem Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Husten.
Ab welchem Alter sind Vapes erlaubt?
Der Verkauf ist erst ab 18 Jahren erlaubt, auch bei nikotinfreien Vapes. Details findest du unter Vape ab welchem Alter.